Spirit Voyage

Yoga für die sieben Chakras

1004745_620460951305028_626024862_n“Eines Tages fanden weise Menschen die Wirkungsweise der Chakras heraus, ihre Schwingungen und Blütenblätter, ihre Klänge, ihre Unendlichkeit, ihre Beziehungen untereinander und ihre Kraft. Sie entdeckten, dass das Leben eines Menschen ganz auf diese Chakras gründet. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelten sie eine ganze Wissenschaft. Und die Gesamtheit dieses Wissens brachte schlussendlich das Kundalini Yoga hervor.”

- Yogi Bhajan -

Der menschliche Körper ist ein vielschichtiges System. Er besteht aus unermesslichen Energiesystemen, die von unseren begrenzten Sinnen nicht immer gleich wahrgenommen werden können.

Die Chakras kann man mit Energiestrudeln vergleichen, die von Prana beziehungsweise Lebensenergie angetrieben werden. Wenn man die Chakras von Energieblockaden befreit, dann kann die Kundalini Energie (eine starke und essentielle Kraft) durch die Chakras aufsteigen. Diese besondere Kraft belebt und versorgt den Körper und Geist eines Menschen mit neuem Schwung.

Die Asanas sind Körperstellungen, die man im Yoga einnimmt, um Energie zu aktivieren und letztendlich auch zu führen. Man kann mit Hilfe dieser Yogahaltungen physische Hindernisse verkleinern oder ganz beseitigen und energetisch wichtige Orte des Körpers (wie zum Beispiel das Herzzentrum) öffnen. Asanas stärken außerdem den Fluß der Lebensenergie (Prana).

1. Erstes Chakra, das Wurzelchakra (Muladhara):

Erde, ursprüngliche Lebenskraft, Urvertrauen und Stabilität. Als Schatten: Überlebenbedürfnisse und die damit verbundenen Ängste. 

Asana:  Krähenhaltung

Ausführung: In der Standhaltung atmest du ein und in der Krähenposition atmest du aus.

2. Das zweite Chakra oder Sakralchakra (Svadhisthana): Wasser, sinnliche Ebene der Sexualität, innere Verbundenheit mit schöpferischen Energie der Natur, Beziehungen. Schatten: Nicht fließen können, Gefühle zulassen können, emotionale Balance finden und halten können.

Asana:  Froschposition

Ausführung: Deine Fersen bleiben während der gesamten Übung zusammen und deine Finger berühren fortwährend den Boden.  Atme durch die Nase ein, wenn du dich aufrichtest und durch die Nase aus, wenn du dich niederhockst.

3. Das dritte Chakra oder Nabelchakra bzw. Solarplexuschakra (Manipura):   Kraft, Fülle, Macht, Wille, Handlung. Schatten: Verzerrter Machtwille.

Asana: Streckposition.

Ausführung: Hebe deinen Kopf und deine Beine fünfzehn Zentimeter vom Boden ab.  Hebe deine Arme, deine Handinnenflächen sind zueinander gerichtet.  Fixiere deine Zehen und praktiziere Feueratem.

4. Das vierte Chakra oder Herzchakra (Anahata):  Liebe, Selbstlosigkeit, Mitempfinden, Wohlstand, Wahrnehmung von Schönheit. Schatten: Coolness und Verbitterung.

Asana:  Kamelposition

Ausführung: Wem die vollständige Kamelposition zu anstrengend ist, der beuge den oberen Rücken und Kopf zurück und platziere die Hände am unteren Rücken.

5. Fünftes Chakra oder Kehlzentrum (Vishuddha):   Kommunikation, Ausdruck innerer Gedanken und Gefühle Schatten: Angst vor eigener Stellungsnahme.

Asana:  Kobraposition

Ausführung: Du befindest dich in der Bauchlage, die Hände platzierst du unter den Schultern und die Handflächen liegen flach auf dem Boden auf.  Drücke nun deinen Oberkörper hoch. Hebe dich von deinem Herzen her, dein Kopf folgt. Das Becken bleibt mit dem Boden verbunden. Wenn die Streckung zu intensiv ist, dann übe die Sphinxhaltung aus: Hier bleiben die Unterarme am Boden, du biegst Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule behutsam nach hinten.

6. Sechstes Chakra oder Stirnchakra (Ajna):   Intuition und Wahrnehmung.Schatten: Schwierigkeiten mit der Wahrnehmung und dem Umsetzen von schöpferischen Ideen.

Asana: Guru Pranam

Ausführung: Du befindest dich im Fersensitz.  Du streckst deinen Oberkörper über die Oberschenkel nach vorne aus, bis deine Stirn den Boden berührt.  Du streckst die Arme aus. Deine Hände legst du gegeneinander (Gebetshaltung).

7. Siebentes Chakra oder Kronenchakra (Sahasrara):   Einheitsbewusstsein, der Sitz der Seele.

Asana: Sat Kriya

Ausführung: Du befindest dich Fersensitz. Strecke die Arme über den Kopf aus, achte darauf dass die Ellenbogengelenke gerade sind und die Ohren umarmen. Falte die Finger ineinander, die Zeigefinger streckst du aneinandergelegt nach oben. Die Männer legen den rechten Daumen über den linken Daumen und die Frauen platzieren den linken Daumen über den rechten Daumen. Chante “Sat nam” in einem gleichmäßigen Rhythmus..  Wenn du „Sat“ singst, ziehst du den Bauch nach innen; Wenn du „Nam“ singst, dann entspannst du den Bauch.  Ziehe die Energie die Wirbelsäule hoch. Deine Augen sind geschlossen.  (3-31 Minuten)

Sat Kriya ist eine Übung, die an allen Chakras arbeitet.  Sie ist eine kraftvolle Übung. Wenn du Sat Kriya für 40 Tage praktizier, dann hat das eine tiefgreifende positive Wirkung auf alle deine Chakras. Sat Kriya arbeitet speziell daran, die Kundalini Energie zu erwecken und dann durch die Wirbelsäule und das Chakrasystem zu bewegen.

Kein Chakra steht für sich alleine; das Chakra – System ist immer miteinander verbunden. Wenn du im Yoga an einem Chakra arbeitest, dann beeinflusst das alle anderen Chakras.  Das sogenannte untere Dreieck (die ersten drei Chakras) ist mit dem Loslassen und der Ausscheidung verbunden, das obere Dreieck (das fünfte, sechste und siebente Chakra) ist mit der Anreicherung von Energie verbunden.  Ihre Kräfte treffen sich Herzchakra. Das Herzentrum ist der Ort, an dem diese Chakras sich harmonisieren und ausbalancieren.

- übersetzt aus dem Englischen von Sat Hari Kaur Bettina Stuelpnagel –

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