Spirit Voyage

Pranayama gegen Panikanfälle

 

Screen-shot-2013-05-10-at-2.20.04-PM-262x300-1Wie ich mich zufälligerweise aus einer Panikattacke herausatmete

Es passierte, als ich 18 Jahre alt war. Es geschah während meines ersten Jahres auf dem College. Die Kette wurde von einem einzigen Gedanken ausgelöst: Ich bin nicht nahe genug an der Tür.  Dann kam ein weiterer Gedanke hinzu: Was geschieht, wenn es mir inmitten all dieser Menschen widerfährt?  Ein mir schon vertrauter Ablauf begann sich zu zuspitzen. Ich fühlte Hitze aufsteigen: Die Fenster sind nicht geöffnet!  

Ich wusste es damals noch nicht, dass ich eine Panikattacke hatte. Obwohl diese bei mir immer in einem vollkommenen Blackout gipfelten.  Mit klopfendem Herzen und einem Gefühl von Todesangst und Hilflosigkeit, nahm ich wahr, wie ich erblasste und feuchtkalt wurde. Der nächste Schritt würde sein, dass ich völlig verwirrt erwachen würde.  

Aber dieses eine Mal wollte ich es nicht so weit kommen lassen. Ich wollte diese Kette zerbrechen. Aus purer Willenskraft heraus begann ich instinktiv zu atmen. Auf gar keinen Fall wollte ich mitten im Seminar „Psych 101“ und vor dem süßen Kerl hinter mir in Ohnmacht fallen.  Ich nahm den tiefsten, größten und längsten Atemzug meines bisherigen Lebens, so als wäre der Atem die Rettungsleine zu meinem Bewusstsein, fast so, als könnte dieser Atemzug die Sonne dazu bringen nicht unterzugehen, als ob dieser Atemzug die Sonne über dem Horizont halten würde und mein inneres Universum nicht dunkel werden müsste.      

Mein Erleben ähnelte dem, was man sehen kann, wann man den ersten Blick durch ein Fernglas wirft.   Bevor du ein Fernglas richtig einstellst, kannst du meist nur Schwarz und zwei kleine Lichtpunkten sehen. Du musst das Glas ein wenig bewegen, bis die Bestimmungspunkte gut ausgerichtet sind, dann kannst du schauen. Als meine Welt sich zu verdunkeln begann, konzentrierte ich mich auf jeden einzelnen Atemzug, der durch mein Nase ein- und ausging.  Ich verlangsamte meinen Atemrhythmus. Aus den Tiefen meines Unterbewusstseins tauchten die Gesangsstunden auf, die ich genommen hatte, als ich noch klein war. „Atme vom Zwerchfell her“ johlte mein Stimmlehrer damals immer mit lautem Tremolo.  Ich zog die Atemluft ganz tief bis zum Lungengrund hinunter.   

Dieser Krimi geschah mitten im Seminarraum, doch niemand außer mir bekam das Drama mit. Endlich war der Augenblick da, in dem ich spürte: „Alles gut!“ Ich kam wieder zu Sinnen. Ich würde nicht in Ohnmacht fallen.   Es war fast so, als würde ich Dasein in meine Realität atmen oder anders herum, als würde ich mithilfe der Atmung Realität in mein Sein hineinziehen. Die kleinen Lichtstrahlen wurden größer und die Welt wurde wieder lebendig.   

Ich atmete meinen Weg durch die Krise. Darüber hinaus entdeckte ich zufälligerweise das Meditieren, denn Meditation beginnt mit dem Atem. Jener erste bewusste Atemzug ist wie das erste Zupfen am Joch der wilden Ochsen des Körpers. Er ist eine unmittelbare Aufforderung an das Nervensystem sich zu beruhigen.  Dieser Atemzug befiehlt den inneren Rennpferden in eine ruhigere Gangart zu wechseln.   

In diesem Raum des Atmens finden wir Gelassenheit und unsere Kraft die Ruhe zu bewahren, selbst wenn es in der Welt wirblig zugeht, sei es in der Welt um uns herum oder in der Welt in uns. Der Hurrikan tobt und wir  bleiben in der Mitte. Wir befinden uns in einem Zustand vollkommenen Gleichgewichts. 

Der Eine-Minute- Atem ist eine wunderbare Technik, um sich aus einem ängstlichen und sorgenschweren Zustand zu befreien. Hier wird diese Atemweise von Snatam Kaur erklärt.

 

Donna Quesada is an instructor of eastern philosophy at Santa Monica College and a dedicated teacher of Kundalini Yoga. Her spiritual name is Dhanpal Kaur. She is the author of Buddha in the Classroom; Zen Wisdom to Inspire Teachers and is a contributor to The Poetry of Yoga. She lives with her family in the heart of cinema land, Culver City, CA, where you'll likely find her walking her nutty little terrier Marcel.

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