Spirit Voyage

Handhaltung im Yoga: Gyan Mudra

Was ist Gyan Mudra? Das Gyan Mudra ist eine kraftvolle  Hand- und Fingerhaltung, die seit tausenden von Jahren von Yogis praktiziert wird. Gyan Mudra schenkt inneren Frieden, Ruhe und unterstützt das spirituelle Wachstum. Außerdem hat das Gyan Mudra eine positive  Wirkung auf die Gesundheit. Dieses Mudra bezieht sich auf den Planeten Jupiter.  Viele Darstellungen von Guru Nanak, Christus, Buddha oder Mahvir bilden jene Meister mit dieser  Hand- und Fingerhaltung ab. Das Gyan Mudra ist eine der am häufigsten praktizierten yogischen Handhaltungen.

Ausführung:  Verbinde deine Daumenkuppe mit deiner Zeigefingerkuppe.  Die anderen Finger sind ausgestreckt und entspannt. Der Druck zwischen Daumen und Zeigefinger ist angenehm leicht.

Wofür lohnt sich das Gyan Mudra: Das Gyan Mudra hat viele positive Auswirkungen.  Es stimuliert das Wurzelchakra, wirkt entspannend und stimmungsaufhellend.  Es schenkt Weite und Wissen.  Es ist extrem beruhigend, bringt dem oder der Ausführenden spirituelle Offenheit und lässt die Meditation leichter sein.  Das Gyan Mudra wird auch in der Ayurveda praktiziert.  Dort ist es bekannt als Vaayu-Vardhak. Vaayu-Vardhak stärkt das Element Luft (Vaayu). Vaayu wiederrum stimuliert das Gehirn und den Geist, das Nervensystem und die Hypophyse.  Es aktiviert außerdem das Hormonsystem und lindert eventuelle Gelenkentzündungen.

(Anmerkung: Yogi Bhajan sagte, dass der Jupiterfinger (Zeigefinger) mit dem Element Äther (Akaash) verbunden sei. In vielen Schulen der Ayurveda wird gelehrt, dass dieser Finger mit dem Element Luft in Zusammenhang steht. Die Lehre der Mudras ist nicht fest umrissen, weil es so viele Überlieferungen gibt. Wenn man den Standpunkt einnimmt, dass sich das Gyan Mudra auf das Äther Tattva (Prinzip) bezieht, dann käme zu den Wohltaten dieses Mudras noch die Stärkung des Hörvermögens hinzu. In jedem Fall ist das Endergebnis der Praxis von Gyan Mudra mehr Weite, Ruhe und die Verbundenheit mit dem Wissen in dir.)

Im Kundalini Yoga wird das Gyan Mudra meistens so ausgeübt, dass die Hände mit ausgestreckten Armen auf den Knien ruhen.  Yogi Bhajan hat darüber hinaus weitere Ausführungsweisen unterrichtet. Wenn die Handinnenflächen nach unten weisen, dann verbindet man sich mit der Erde, man „erdet“ sich. Wenn die Handflächen nach außen zeigen, dann verbindet man sich mit der unendlichen Weisheit.  Diese Position ist eine der gängigsten Handhaltungen, wenn man Yoga ausübt oder meditiert. Mithilfe dieses Mantras kann sich die oder der Ausführende leichter  von weltlichen Angelegenheiten befreien.

Variationen:  Eine Abwandlung dieses Mudras ist das sogenannte Abhay Gyan Mudra. Beide Hände befinden sich in Gyan Mudra. Man hebt die Arme, bis beide Hände auf Brusthöhe sind (als würde man einen Eid leisten).  Auf diese Wise ausgeübt, schenkt das Mantra Furchtlosigkeit.  Eine andere Variation ist das Dhyan Gyan Mudra. Die Hände befinden sich in Gyan Mudra. Man platziert sie auf den Schoß, die Handflächen zeigen nach oben und die ausgestreckten Finger weisen zu der jeweils anderen Hand an. Es gibt so viele Varianten dieses Mudras. Man kann diese verschiedenen Abwandlungen in zahlreichen Kundalini Yoga Meditationen und Kriyas wiederfinden.

In der indischen Tradition werden Mudras als eigene Meditationen praktiziert. In diesem Fall wird empfohlen, das Mudra (gerader Sitz, langer tiefer Atem sind geboten) für mindestens 30 – 45 Minuten zu halten. Ideal für solch eine Mudrameditation sind die frühen Morgenstunden. Du kannst das Gyan Mudra immer einnehmen, wenn du ein  Mantra  chantest oder meditieren willst und nicht weißt, was du mit deinen Händen tun sollst.

 

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