Spirit Voyage

Mantra und wie man mit Worten zaubert

Ein Teil des Yogas ist die Meditation. Als Meditationshilfe dienen der Atem, ein guter Sitz, ein effektiver Fokus und  in vielen Yogatraditionen ein Mantra. Mantren sind so etwas wie Zauberwörter. Mantra bedeutet übersetzt „Projektion des Geistes“.

Manche Mantren können nur eingeschränkt übersetzt werden. Die Übersetzungen haben nicht die gleiche Kraft wie das originale Mantra.  Klang besteht aus Schwingung und ist Energie.  Um diese Energie zu aktivieren, wiederholt man ein Mantra in einem bestimmten Rhythmus. Oft wird ein Mantra oft auch gesungen. Wenn man das Mantra wiederholt, entsteht eine entsprechende Schwingung im Geist, seine Energie manifestiert sich.  Selbst wenn man die Übersetzung des Mantras nicht bewusst weiß, entsteht dennoch ein spezifisches Gedankenmuster im Geist. Die durch Mantras geschaffenen Gedankenmuster sind positiv, nützlich und beruhigend.

Das Mantra  “Sat Nam”  kann beim Yogaüben während des Einatmens und Ausatmens  gedacht werden.  Man kann ein Mantra aber auch bei alltäglichen Handlungen denken: Beim Gehen, beim Laufen, Fahrradfahren oder Schwimmen zum Beispiel. Ein Mantra kann helfen sich auf das Leben einzustimmen, das eigene Tempo zu finden, zu halten und sich zu fokussieren.  „Sat Nam“ bedeutet „Wahres Selbst“ : Du bist richtig und hast alles in dir….

 

„Ein Wort gleicht der Biene, es hat Honig und Stachel.“ : Auch die Worte, mit deren Hilfe wir uns anderen in unserer Muttersprache mitteilen, sind Zauberworte. Schon Siegmund Freud sagte:

„Worte waren ursprünglich Zauber, und das Wort hat noch heute viel von seiner alten Zauberkraft bewahrt. Durch Worte kann ein Mensch den anderen selig machen oder zu Verzweiflung treiben, durch Worte überträgt der Lehrer sein Wissen auf die Schüler, durch Worte reißt der Redner die Versammlung der Zuhörer mit sich fort und bestimmt ihre Urteile und Entscheidungen. Worte rufen Affekte hervor und sind das allgemeine Mittel zur Beeinflussung der Menschen untereinander.“ Es ist also wichtig, dass man seine Worte gut wählt, gerade wenn man Menschen etwas Gutes tun möchte, sie effektiv leiten und führen will oder Kinder positiv beeinflussen möchte. Auch im inneren Dialog ist es nötig, respektvolle und freundliche Worte für das eigene Selbst zu finden, denn die den Worten innenliegende Magie ist äußerst wirksam. Bertold Brecht formulierte das folgendermaßen: .“ „Man hat seine eigene Wäsche,/ man wäscht sie mitunter./ Man hat seine eigenen Wörter,/ man wäscht sie nie.“

 

Es geht also darum, den eigenen Worte kritisch zu lauschen. Sind die schmutzig? Benötigen sie eine Reinigung? Manchmal ist es besser zu schweigen, als drauflos zu reden. Es kann schon helfen, auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, als gleich los zu plappern. Einer meiner Lehrer gab mir den Rat, mit den  Wörtchen „sollen“ und „müssen“ behutsamer umzugehen und sie immer mal wieder durch die Worte „können“ und „dürfen“ zu ersetzen.  Ganz besondere Zauberworte sind sogenannte Nominalisierungen. Nominalisierungen sind abstrakte Hauptwörter (Hauptwörter, die man nicht anfassen kann), die aus Verben oder Adjektiven gebildet werden.  Also aus „freuen“ wird „Freude“,  aus „entspannen“ wird „Entspannung“,  aus tolerieren wird „Toleranz“. Solche Worte geben viel Raum für eigene positive Vorstellungen und innere Welten.  Es gibt natürlich auch negative Nominalisierungen, das sind im Umkehrschluss die Worte, die besonders schmerzen können…

 

Meditation, um Kommunikationsprobleme zu lösen. Folgende Meditation kann dich dabei unterstützen, in einen positiven inneren Zustand zu kommen. Auch das ist wichtig, um Worte richtig zu setzen und mit ihnen zu zaubern. Du schweigst während du meditierst. Entweder lauscht du dem Track „Beloved God“ von Singh Kaur (Peace Lagoon) oder deinem eigenen Atem. Diese Meditation aktiviert die Merkurenergie und unterstützt deine Fähigkeit zu kommunizieren.

Haltung: Du sitzt in der Einfachen Haltung. Deine Wirbelsäule ist gerade aufgerichtet.

Mudra: Die Kuppen von Daumen und kleinem Finger deiner Hände berühren sich vor der Brustmitte. Die Ringfinger beider Hände beugst du in nach innen, aber ohne dass sie die Handinnenfläche berühren. Die Zeige- und Mittelfinger beider Hände zeigen nach oben (ohne sich zu berühren).

Musik:  Entweder lauscht du dem Track „Beloved God“ von Singh Kaur (Peace Lagoon) oder du lauscht deinem eigenen Atem.

Zeit: Von 11 Minuten bis 31 Minuten

 

 

 

 

 

Es wird in Hamburg einen Workshop zu dem Thema: „Mit Sprache zaubern“ geben. Dieses Seminar wird von Spirit Voyage Autorin Bettina Sat Hari Kaur Stülpnagel und 3HO Geschäftsführer Kim Karta Purkh Singh Pomarius geleitet. Der Workshop findet am 22. und 23. September 2012 statt. Bei Interesse einfach eine Mail an sat-hari@web.de senden und wir übermitteln dir die erwünschten Infos.

 

 

 

 

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Bettina Sat Hari Kaur Stülpnagel – Pomarius ist ausgebildete Schauspielerin und Kundalini Yoga Lehrerin. Sie hat 10 Jahre in dem Guru Ram Das Ashram in Hamburg gelebt und dort ihre Yogaausbildung absolviert. Außerdem hat sie über viele Jahre hinweg den Yoga direkt bei ihrem spirituellen Lehrer Yogi Bhajan gelernt. Sie ist eine der leitenden Trainerinnen in den 3H0 Fachausbildungen zur Yogalehrerin für Schwangere in Hamburg, Berlin und in Mülheim (in Aufbau) . Sie ist geprüfte Heilpraktikerin, Hypnosetherapeutin und NLP – Lehrtrainerin. Sat Hari Kaur hat drei Bücher rund um Yogathemen geschrieben, die bei Rowohlt und im Herder – Verlag erschienen sind. Außerdem hat sie verschiedene Artikel für Yogamagazine und medizinische Fachzeitschriften zu Papier gebracht. Über mehrere Jahre hinweg hat sie Yogaserien für die Frauenzeitschrift „Für Sie“ entwickelt. Sat Hari Kaurs Aufgabe bei Spirit Voyage Deutschland ist die Leitung der Redaktion des Blogs.

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