Spirit Voyage

Abendgebet “Kirtan Sohila”

Sat Nam. Fast mein ganzes Leben lang habe ich das Abendgebet “Kirtan Sohila” entweder gehört oder selbst rezitiert.  Ich erinnere mich genau daran, wie mein Stiefvater Sat Santokh mir die “Kirtan Sohila” am Abend vor dem Einschlafen vorlas und ich mich als Kind dabei tief in meine Decke kuschelte. Ich bin so dankbar für dieses besondere Abendritual, dass ich das kaum Worte fassen kann: Es war begleitet von Reinheit und Liebe. Auf diese Weise verband ich mich von ganz alleine mit der “Kirtan Sohila”. Abend für Abend hörte ich die Worte dieses Gebets. Sie drangen tief in mein Herz. So wurde der Samen der Liebe zu dem Abendgebet “Kirtan Sohila” gesät.

Als Teenager lernte ich ein paar Jahre später die Gurmukhi Sprache (die heilige Sprache der Sikhs) und begann die “Kirtan Sohila” selbst zu rezitieren.  Das tat ich jeden Abend für mich. Schnell kannte ich die Worte auswendig. Ich rezitierte das Gebet durch meine zwanziger und dreißiger Jahre hindurch. Es gab wohl mal Abende, an denen ich vergaß die “Kirtan Sohila” zu sprechen. Letztendlich blieb die Praxis dessen aber beständig und stark.

Seit unsere kleine Tochter auf der Welt ist, spreche ich die Worte wieder laut aus. Jeden Abend bete ich mit ihr für sie, egal was gerade war oder ist. Das Gebet ist Teil unseres Abendrituals und unterstützt das Kind beim Einschlafen. Und dadurch habe ich mich nochmals tiefer mit diesem Gebet verbunden. Ich habe festgestellt:  Mein Geist kommt zur Ruhe, wenn ich die Worte spreche. Ich gerate durch die Worte ganz leicht in einen meditativen Zustand.  Keine Gedanken mehr, nur die Energie von Guru Nanak (1469 – 1539 ein indischer Heiliger und Religionsstifter des Sikhismus). Es gibt es kein auf und nieder, kein hin und her, kein dies oder das. Nur noch Ruhe und Meditation. Das Rezitieren der “Kirtan Sohila”  ist eine tolle Möglichkeit, den Tag loszulassen und tief einzuschlafen zu können. Für unsere kleine Tochter bedeutet die “Kirtan Sohila” eine Supereinschlafhilfe. Sie schläft ausnahmslos jede Nacht problemlos ein.  Und auch wir Eltern profitieren, denn wir erhalten das willkommene Geschenk wirklich nötiger Ruhe.  Es ist wichtig, dass man die Worte laut ausspricht, wenn man diese besondere Energie schaffen will. Deshalb haben wir die reine Rezitation des Gebets mit auf unser neues Album “Evening Prayer” genommen.

Um wirklich alle Wohltaten dieser Übung zu erfahren, ist es gut, dass man einen angemessenen Rahmen für das Gebet schafft. Hier also das Wesentliche: Nachdem man die üblichen Schlafvorbereitungen getroffen hat, setzt man sich gerade hin, bedeckt den Kopf, rezitiert die “Kirtan Sohila“ und geht dann schlafen!

Man kann die Musik während der ganzen Nacht spielen lassen. Wir haben uns bemüht, die Musik sehr friedlich zu gestalten, dass sie gut als nächtliche Hintergrundmusik dienen kann.  Das kann eine friedliche, meditative Schwingung im Schlafraum kreieren. Oder man kann die  Musik  abspielen, wenn man sich fürs Bett  fertigmacht und dann im Bett die “Kirtan Sohila“ rezitieren.
Das Kraftvollste an diesem Gebet ist, dass es eine heilende Wirkung auf dein Unterbewusstsein hat.  Die Rezitation kann auf einer tieferen Ebene arbeiten, weil sie genau vor dem Schlafengehen gesprochen wird. So  kann solch eine Rezitation letztendlich eine gute Wirkung auf das ganze Leben haben. Ich möchte dich inspirieren, dass du mal einen Blick auf die Bedeutung des Gebets  wirfst. Wir haben der CD die Übersetzung beigefügt. Hier auch ein Link zur Übersetzung.

Wenn man die Übersetzung liest, dann kann das helfen, die Wirkung des Gebets zu verstehen. Wir sind froh, dass wir eine fachkundige Übersetzung aus einem Vortrag von Yogi Bhajan gefunden haben, den er zur “Kirtan Sohila“ im Jahre 1977 gehalten hat. Hier der Link zu dem Album “Evening Prayer”.

 

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Snatam Kaur was introduced to music and spiritual practice at an early age. Schooled in kirtan, meditation, and Gurmukhi, the Sanskrit-based language of Sikh scriptures from Northern India, the young Snatam Kaur began to develop the devotion and skills that have grown and blossomed into a compelling, profound talent. Snatam Kaur's parents brought her up in the Sikh tradition as taught by Yogi Bhajan. From an early age, she practiced yoga and meditation daily and her mother taught her Gurmukhi. "My mother taught me the alphabet on my way to school every morning," recalls Snatam. Her Sikh community augmented these lessons with instruction in kirtan (devotional chanting). "Through these experiences, I learned the pronunciation," she says, "but also I learned the passion for what I was singing because these gatherings were so spiritual." As a child, Snatam also had training in voice, violin, guitar, and percussion. She obtained a solid foundation in Western classical music while playing violin in an orchestra and giving solo performances. Her many opportunities to use and expand her musical talent in a spiritual setting emphasized for her the connection between her music and spirituality. "I learned about the importance of sound currents from Yogi Bhajan," she says, "but I also had the personal experience of how the energy of these sacred words can have a very real, positive effect." Snatam further explored the power of sound in India. After high school, her love for the Indian musical tradition and for children took her to Miri Piri Academy, a boarding school for children in India. She spent time taking care of the young children, teaching physical education, and providing music for the children's morning and evening chanting. When she returned to the United States, she attended Mills College in Oakland, California, where she obtained a degree in biochemistry, taught yoga classes, and shared her chants with Western audiences. But India called her back. After touring and performing Kirtan in northern India, Snatam settled in Amritsar where she studied music with the accomplished ragi (Indian master of Sikh-style kirtan) Bhai Hari Singh. This was a great honor for her, and particularly meaningful because Singh was the same teacher who had taught her mother when she was just a little girl. Snatam embraced everything that Singh taught her, from the technical aspects of the notes, to the ability to sing with presence and awareness. The lessons took place in Singh's home, where Snatam was welcomed by the entire family--daughters, sons, and grandchildren. While in Amritsar, Snatam lived next door to the Golden Temple, considered the world's holiest Sikh temple. Sacred music resonates from inside the temple from about 2:30 in the morning to midnight every day-sounds created by world-class masters of Sikh kirtan. This enabled Snatam to continually soak in the essence of the Sound Current. Upon returning to the US from India, Snatam began her career as a recording artist with a band called the Peace Family. She served as the band's lead singer and, with two skilled and accomplished musicians - Livtar Singh and GuruGanesha Singh, had her first opportunity to write songs. Two years later she began to develop her own sound and style and embarked on a very fruitful solo career.

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