Spirit Voyage

Meditieren für die Kinder dieser Welt

Ein Beitrag von Snatam Kaur

Das aktuelle 40 Tage Sadhana läuft seit dem letzten Muttertag (13. Mai 2012). Es ist den Kindern dieser Welt gewidmet und trägt den Titel „Uns selbst aufrichten und unsere Kinder segnen.“

Dadurch dass wir als Mütter, Eltern und Menschen gemeinsam meditieren, können wir unsere Gedanken reinigen und unsere Kräfte stärken. Das unterstützt uns darin, unseren Kindern mehr Liebe und Zuversicht zu schenken.

Das gilt nicht nur für die Kinder, die in einem heilen Zuhause leben dürfen. Dieses Sadhana ist gerade den Kindern gewidmet, die zu Waisen geworden sind, den Kindern ohne Zuhause, den Kindern, die in ihrem Leben nur wenig oder gar keine Fürsorge erfahren haben.

Dieses Sadhana* besteht aus drei Elementen: Eine von Gurmukh unterrichtete Pranayama – Meditation, die uns Eltern Gleichgewicht finden und Energie tanken lässt, die Rezitation des Shabads* (Loblied) „Pootaa Maataa Kee Asees“, das man elfmal täglich spricht und als drittes eine Meditation, die von Kindern praktiziert werden kann.

Nachfolgend berichte ich von meinen Erfahrungen mit dem Shabad „Pootaa Maataa Kee Asees“.

Yogi Bhajan war mein spiritueller Lehrer. Er instruierte uns, dass eine elfmalige Wiederholung dieses Shabads am Tag die Schwingfrequenz in der Beziehung zu unseren Kindern positiv beeinflussen würde. Wir würden mehr in uns ruhen und unsere Kinder mit einem positiveren Energiefeld unterstützen können.

Es gibt viele weitere kleine und große Wunder, die geschehen können, wenn man dieses Shabad praktiziert.

Ich kann nur sagen, dass die Rezitation dieses Shabads für mich als junge Mutter lebenswichtig war. Ich habe es so oft gesprochen, dass ich gar nicht mehr genau sagen kann, was es alles für mich getan hat.

Im Zeitverlauf dieses aktuellen Sadhanas werde ich einige meiner Erfahrungen mit diesem Shabad mit dir teilen. Ich möchte heute mit der elementarsten Veränderung beginnen, die ich erfuhr, als ich diese heiligen Worte rezitierte.

Als ich mit meinem Kind schwanger war, rezitierten mein Ehemann und ich dieses Shabad gemeinsam elfmal täglich. Das schenkte mir so viel Klarheit, so dass ich mir als werdende Mutter weniger Sorgen um die physische Gesundheit meines Babys machte und mehr für einen guten spirituellen Zustand betete. Selbstverständlich ist die körperliche Gesundheit wichtig und es ist wichtig, dass ein Kind sich wohlfühlt, dass ihm die Windeln gewechselt werden, es einen schönen Schlafplatz hat und die Eltern alles dafür tun, was das Kind an körperlicher Unterstützung während seiner Babyzeit und Kindheit, später während der Schulzeit und des Studiums benötigt, etc., etc. … Aber die Sorge für ein Kind kann zu einer Art Zwangsvorstellung werden. Das ist mir so geschehen. Alle meine Freundinnen mit Kindern zeigten mir ihr gesamtes Sortiment an Apparaten, schönen Kleidungsstücken, Hochstühlen, erstaunlichsten Kinderzimmern, elektronischen Wiegen, die jeder haben musste (!), all die Arbeit, die man sich machte. Mein Gott, die „Maya“ oder „irdischen Wünsche“ der Elternschaft sind lebendig und wohlauf. Ich bekam einen leichten Panikanfall, als ich zwei Sachen feststellte: 1) Ich würde nie im Leben die Zeit haben, die riesigen Menge an Babyartikeln zu besorgen, die angeblich vonnöten waren. Und 2): Ich wollte solch eine gigantische Ausstattung gar nicht… Ich verspürte dieses scheinbar allgemeine Verlangen nach Einkäufen einfach nicht! Ich fühlte mich als Mutter ungeeignet, weil ich in diesem vermeintlich so wichtigen Bereich versagte.

Meine Mutter war verständnisvoll und sagte: „Wenn du drohst panisch zu werden, dann chante oder rezitiere…lass Gott die Arbeit tun.“

Also chanteten mein Mann und ich täglich dieses Shabad. Wir spazierten dabei gemeinsam durch unser schönes Viertel in Neu Mexiko. Die frische Luft, die Bewegung, der Schatten der Bäume, der blaue Himmel und das Chanten: All das zusammen stärkte und beruhigte mich.

Hier folgt das vollständige Shabad:

Jis simrat sabh kilvikh naaseh pitree ho-ay udhaaro.
Wenn man Gott erinnert, dann werden alle Fehler fortgewaschen. Auch die Vorfahren erfahren Erlösung und Rettung.

So har har tum sad hee jaapahu jaa kaa ant na paaro. ||1||
Singe immer Gottes Namen: Har, Har… Gott ist in dir, Gott ist unendlich.

Pootaa maataa kee aasees.
Oh mein Kind, das ist die Segnung deiner Mutter.

Nimakh na bisara-o tum ka-o har har sadaa bhajahu jagdees. ||1|| rahaa-o.
Mögest du Gott niemals vergessen, nicht einmal für einen Moment. Verehre für immer den Herren dieses Universums. Pause||

Satgur tum ka-o ho-ay da-i-aalaa santsang tayree preet.
Möge der wahre Guru dir freundlich gesonnen sein, mögest du verliebt sein in die Heiligen

Kaaparh pat parmaysar raakhee bhojan keertan neet. ||2||
Möge deine Kleidung der Schutz Gottes sein und deine Nahrung, dass du Gottes Lob singst.

Amrit peevhu sadaa chir jeevhu har simrat anad anantaa.
Trinke den Nektar des Namen Gottes und lebe lange. Möge dir die Meditation auf Gott unendliche Glückseligkeit schenken.

Rang tamaasaa pooran aasaa kabeh na bi-aapai chintaa. ||3||
Möge Liebe zu dir gehören und alle deine Hoffnungen Erfüllung finden.

Bhavar tumaaraa ih man hova-o har charnaa hohu ka-ulaa.
Lass deinen Geist wie eine Hummel sein und lass die Lotusfüße Gottes wie die Blume sein.

Naanak daas un sang laptaa-i-o ji-o booNdeh chaatrik ma-ulaa. ||4||3||4||
O Diener Nanak, verbinde deinen Geist auf diese Weise. Sei wie der Sperber, der wieder lebendig wird, sobald er einen Regentropfen findet.

Eine bestimmteZeile dieses Shabads berührte mich ganz besonders:

Kaaparh pat parmaysar raakhee bhojan keertan neet. ||2||
Möge deine Kleidung der Schutz Gottes sein und deine Nahrung, dass du Gottes Lob singst.

Tag für Tag chantete ich und verstand die Bedeutung dieser Worte mehr und mehr.

Und eines Tages hatte ich einen echten „Aha“ Moment.

Ich begriff, dass das wichtigste Geschenk, dass ich meiner Babytochter machen konnte, eine Lehre oder eine Unterstützung für ihr innerstes Wesen war, dass sie weiß, dass sie sich immer mit Gott verbinden kann, was immer auch geschehen mag. Während der Schwangerschaft war ich so tief mit ihr verbunden, dass sie durch meine Erfahrung auch eine Erfahrung machen konnte. Als sie schließlich als Kleinkind begann, ihre ersten Schritte von mir weg zu machen und ihren eigenen Weg in die Welt anzutreten, wurde die Rezitation zu einem Gebet. Ich bat darum, dass Gottes Hand ihr die Wunder des Lebens zeigen würde und dass sie eine unendliche Verbindung zu Ihm haben könnte.

Das war nicht nur das Wichtigste, was ich meiner Tochter geben konnte, das war es, was ich ihr aus tiefster Seele geben wollte.

Zugegeben, wir besorgten den Kinderwagen, den Auto-Kindersitz, den Hochstuhl etc., etc.. Wir leisteten ganz gute Arbeit mit dem Kaufen von dem ganzen „Zeug“. Mein Gebet jedoch durchdringt all diese materiellen Dinge.

Ich lade dich ein, dich uns anzuschließen, dass wir diese lichtvolle Übung gemeinsam praktizieren. Folgender Link hier versorgt dich mit weiterführenden Informationen.

Love,

Snatam

*Sadhana – persönliche oder tägliche Übung
*Shabad – heiliges Gebet oder Gedicht

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Snatam Kaur was introduced to music and spiritual practice at an early age. Schooled in kirtan, meditation, and Gurmukhi, the Sanskrit-based language of Sikh scriptures from Northern India, the young Snatam Kaur began to develop the devotion and skills that have grown and blossomed into a compelling, profound talent. Snatam Kaur's parents brought her up in the Sikh tradition as taught by Yogi Bhajan. From an early age, she practiced yoga and meditation daily and her mother taught her Gurmukhi. "My mother taught me the alphabet on my way to school every morning," recalls Snatam. Her Sikh community augmented these lessons with instruction in kirtan (devotional chanting). "Through these experiences, I learned the pronunciation," she says, "but also I learned the passion for what I was singing because these gatherings were so spiritual." As a child, Snatam also had training in voice, violin, guitar, and percussion. She obtained a solid foundation in Western classical music while playing violin in an orchestra and giving solo performances. Her many opportunities to use and expand her musical talent in a spiritual setting emphasized for her the connection between her music and spirituality. "I learned about the importance of sound currents from Yogi Bhajan," she says, "but I also had the personal experience of how the energy of these sacred words can have a very real, positive effect." Snatam further explored the power of sound in India. After high school, her love for the Indian musical tradition and for children took her to Miri Piri Academy, a boarding school for children in India. She spent time taking care of the young children, teaching physical education, and providing music for the children's morning and evening chanting. When she returned to the United States, she attended Mills College in Oakland, California, where she obtained a degree in biochemistry, taught yoga classes, and shared her chants with Western audiences. But India called her back. After touring and performing Kirtan in northern India, Snatam settled in Amritsar where she studied music with the accomplished ragi (Indian master of Sikh-style kirtan) Bhai Hari Singh. This was a great honor for her, and particularly meaningful because Singh was the same teacher who had taught her mother when she was just a little girl. Snatam embraced everything that Singh taught her, from the technical aspects of the notes, to the ability to sing with presence and awareness. The lessons took place in Singh's home, where Snatam was welcomed by the entire family--daughters, sons, and grandchildren. While in Amritsar, Snatam lived next door to the Golden Temple, considered the world's holiest Sikh temple. Sacred music resonates from inside the temple from about 2:30 in the morning to midnight every day-sounds created by world-class masters of Sikh kirtan. This enabled Snatam to continually soak in the essence of the Sound Current. Upon returning to the US from India, Snatam began her career as a recording artist with a band called the Peace Family. She served as the band's lead singer and, with two skilled and accomplished musicians - Livtar Singh and GuruGanesha Singh, had her first opportunity to write songs. Two years later she began to develop her own sound and style and embarked on a very fruitful solo career.

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