Spirit Voyage

Sat Nam – das Mantra des wahren Selbst

Warum können wir uns nicht daran erinnern, dass wir alle von dem einen Schöpfer erschaffen wurden? Wieso tauchen viele von uns stattdessen immer wieder tief in das Chaos ihrer Gedanken ein? Das schenkt keine Harmonie! Wie können wir wieder einen friedlichen, inneren Zustand erlangen?

Foto von Robin Layton

Es gibt viel Wege, viele Dharmas (Anmerkung der Übersetzerin: Das im Englischen oft einengend mit Religion übersetzte Wort steht auch für Ethik und Moral) und viele Praktiken, die alle Antworten auf diese eine Frage parat haben. Ich möchte heute in mein eigenes Dharma eintauchen, auf meinem Wege graben, um einen Teil meiner Erfahrungen mit dir zu teilen.

“Sat Nam” sind die originären Worte Guru Nanaks, die Bedeutung dieser Worte sind Teil der ursprünglichen Lehre Guru Nanaks und die originale Tonfrequenz der Worte „Sat Nam“ wurde uns letztendlich von Guru Nanak übermittelt.

Guru Nanak wurde im fünfzehnten Jahrhundert im jetzigen Pakistan geboren. Zu jener Zeit gehörte das Land seiner Geburt zu Indien und wurde von den Mogulkaisern beherrscht(Anmerkung der Übersetzerin: Das Mogulreich war ein vom fünfzehnten Jahrhundert bis 1858 auf dem indischen Subkontinent bestehender Staat. Das Kernland des Reiches lag in der nordindischen Indus-Ganges-Ebene um die Städte Delhi, Agra und Lahore). Es gab zwei Zerstörungswellen, die fatale Auswirkungen auf die Psyche der damaligen Einwohner Indiens hatten. Eine der Strömungen entstand aus dem extremen Kraftaufwand des Mogulreiches und seiner Häscher, die versuchten, alle Untertanen zum Islam zu bekehren und die andere Strömung war das uralte indische Kastensystem.

Guru Nanak selbst entstammte einer Hindufamilie. In seiner Familie zollte man religiösen Ritualen großen Respekt. Allerdings testete der Lichtjunge Nanak von klein auf an diese Rituale immer wieder auf ihren tatsächlichen Wert. Er wollte die Wahrheit, das „Sat“ in allem erfahren. Es war Familientradition, dass ein dreizehnjähriger Junge von dem Priester des Ortes einen besonderen Segen empfing. Außerdem wurde dem betreffenden Jungen eine Kette überreicht, die er immer tragen sollte. Diese Kette symbolisierte die Verbindung zu Gott, die ihr Träger von nun an hatte. Anschließend gab es ein Festmahl für Freunde und Verwandte. Nachdem der Priester alle seine Gebete und Sprüche gesagt hatte und der spätere Guru Nanak endlich seine Kette erhalten sollte und die Versammelten gespannt auf die Übergabe derselben warteten, unterbrach der Junge die Zeremonie und fragte, was denn aus seiner Verbindung zu Gott werden würde, wenn sich die Kette zum Beispiel aus Altersgründen auflösen würde.

Es wird erzählt, dass Nanaks Eltern schlichtweg schockiert waren.

Das war nur der Beginn einer Reihe verschiedenster Vorfälle in Guru Nanaks Leben, an dessen Ende Guru Nanak die Sikhreligion gründete und einer der großen Heiligen Indiens und der Welt wurde.

Guru Nanak lehrte, dass wir die Wahrheit in all unseren Taten finden können, das wir immer einen Weg finden dürfen, wir selbst zu sein und uns mit der universelle Wahrheit zu verbinden, egal was wir sagen oder wie wir handeln. Er gab uns hierfür ein Werkzeug mit auf den Weg: Der zweite Teil des Mantras „Sat Nam“ ist das Wort „Nam“. Nam bedeutet „der Name Gottes“ und ist ein Substantiv. Auf dieses Word können wir uns verlassen, es wird sich niemals auflösen wie eine Kette, es wird immer lebendig sein, sogar dann noch, wenn du und ich unsere menschlichen Körper verlassen haben.

So lehrte Guru Nanak uns: „Sat Nam“ oder „Wahrheit ist Gottes Name.“

Wenn du die Kraft deiner inneren Wahrheit nutzen möchtest, dann chante dieses Mantra.

Oder atme es. Du kannst heute den ganzen Tag lang ein kleines Experiment machen. Denke mit jedem Einatmen „Sat“ und mit jedem Ausatmen „Nam“: Während du arbeitest oder kochst, während du fährst oder mit jemandem sprichst… Denke diese Worte in deinem Geiste. Lasse deinen Atem schön lang sein, wenn du „Sat“ einatmest und „Nam“ ausatmest. Du darfst das göttliche Licht anzapfen, dich mit dem Licht verbinden, das dich führt. Licht, dass in dir ist. Licht, dass in jedem und für jeden existiert. Unternimm dieses Experiment jedoch mit Leichtigkeit und lass dich nicht stressen. Verwebe es irgendwie mit deinem Tagesablauf.

Und dann schau, was passiert.

Gegrüßet seist du, Guru Nanak. Danke für die göttlichen Worte der Liebe und des Lichts, die du uns mit auf den Weg gegeben hast.

Love,

Snatam
(dieser Text stammt von meinem Blog “Notes From the Road“)

„Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze. Man kann sie ruhig unter einen Felsen vergraben, sie stößt trotzdem durch, wenn es an der Zeit ist.“
– Frank Thiess –

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Snatam Kaur was introduced to music and spiritual practice at an early age. Schooled in kirtan, meditation, and Gurmukhi, the Sanskrit-based language of Sikh scriptures from Northern India, the young Snatam Kaur began to develop the devotion and skills that have grown and blossomed into a compelling, profound talent. Snatam Kaur's parents brought her up in the Sikh tradition as taught by Yogi Bhajan. From an early age, she practiced yoga and meditation daily and her mother taught her Gurmukhi. "My mother taught me the alphabet on my way to school every morning," recalls Snatam. Her Sikh community augmented these lessons with instruction in kirtan (devotional chanting). "Through these experiences, I learned the pronunciation," she says, "but also I learned the passion for what I was singing because these gatherings were so spiritual." As a child, Snatam also had training in voice, violin, guitar, and percussion. She obtained a solid foundation in Western classical music while playing violin in an orchestra and giving solo performances. Her many opportunities to use and expand her musical talent in a spiritual setting emphasized for her the connection between her music and spirituality. "I learned about the importance of sound currents from Yogi Bhajan," she says, "but I also had the personal experience of how the energy of these sacred words can have a very real, positive effect." Snatam further explored the power of sound in India. After high school, her love for the Indian musical tradition and for children took her to Miri Piri Academy, a boarding school for children in India. She spent time taking care of the young children, teaching physical education, and providing music for the children's morning and evening chanting. When she returned to the United States, she attended Mills College in Oakland, California, where she obtained a degree in biochemistry, taught yoga classes, and shared her chants with Western audiences. But India called her back. After touring and performing Kirtan in northern India, Snatam settled in Amritsar where she studied music with the accomplished ragi (Indian master of Sikh-style kirtan) Bhai Hari Singh. This was a great honor for her, and particularly meaningful because Singh was the same teacher who had taught her mother when she was just a little girl. Snatam embraced everything that Singh taught her, from the technical aspects of the notes, to the ability to sing with presence and awareness. The lessons took place in Singh's home, where Snatam was welcomed by the entire family--daughters, sons, and grandchildren. While in Amritsar, Snatam lived next door to the Golden Temple, considered the world's holiest Sikh temple. Sacred music resonates from inside the temple from about 2:30 in the morning to midnight every day-sounds created by world-class masters of Sikh kirtan. This enabled Snatam to continually soak in the essence of the Sound Current. Upon returning to the US from India, Snatam began her career as a recording artist with a band called the Peace Family. She served as the band's lead singer and, with two skilled and accomplished musicians - Livtar Singh and GuruGanesha Singh, had her first opportunity to write songs. Two years later she began to develop her own sound and style and embarked on a very fruitful solo career.

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