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Kommunikation – es geht leichter mit Yoga, Mantra und Meditation

Was ist Kommunikation?
Kommunikation (lateinisch communicare, „mitteilen“) ist eine der komplexesten und wichtigsten Fähigkeiten des Menschen. Doch was ist Kommunikation eigentlich? Das ist letztendlich schnell erklärt: Es gibt eine Nachricht, den Sender dieser Nachricht und ihren Empfänger. Kommunikation beschreibt den Prozess, eine Nachricht vom Sender zum Empfänger zu übermitteln. Was macht Kommunikation denn so kompliziert? Ich kann meine Mitteilung eben nicht einfach in das Gehirn des Empfängers packen, sondern mein Anliegen kommt immer verschlüsselt an. Quasi wie in ein Paket gepackt. Dieses Paket soll dem Empfänger vermitteln, welcher Natur der Inhalt ist: Freundlich, fordernd, wütend, traurig, geschäftlich und so weiter. Das Packpapier besteht aus den Worten, die ich wähle, wie ich sie betone, ob ich sie nun laut oder leise spreche, es besteht aus meinen Gesten, aus meiner Mimik und aus meiner Körperhaltung. Und der Empfänger packt das Paket aus. Er muss mein oftmals komplexes Gesprächskonstrukt entwirren und rätselt manchmal, was ich ihm eigentlich mitteilen wollte. Das passiert letztendlich jedem Sender und jedem Empfänger. Es ist schon ein Wunder, dass gesendete und empfangene Nachrichten oft einigermaßen übereinstimmen, so dass man sagen kann: „Da hat Verständigung stattgefunden.“

Warum kommt es zu Kommunikationsproblemen?
Ein Grund für das Auftreten von sogenannten Kommunikationsproblemen ist tatsächlich das Packpapier: Zwei Drittel des Austausches zwischen zwei Individuen bestehen aus Gesten, Körperhaltung, Betonung einzelner Worte und so weiter. Wunderbar kann man das in der Kommunikation mit Tieren beobachten. Wir haben unseren Hund vom Welpenalter an bis ins Hundeerwachsenenleben hinein begleiten und „erziehen“ dürfen und natürlich eine Hundeschule besucht. Das Erste, was wir lernten, war: Begleite das, was du deinem Tier mitteilen möchtest, mit entsprechenden Gesten, sonst versteht er nicht, was du willst. Bevor ich sage: „Komm her!“, muss ich als erstes wahrnehmen: Ist mein Hund überhaupt empfangsbereit? Wenn ich merke, ja, Hundeantennen sind auf Empfang gestellt, dann muss ich meinen Befehl auch ernst meinen und mit entsprechenden Gesten „bepacken“. Brüllen nutzt oftmals gar nichts… Gilt das nicht auch in der Kommunikation zwischen Menschen? Wenn ich meinem Mann etwas mitteilen möchte, ist es gut festzustellen, ob seine inneren Sensoren auf Empfang geschaltet sind. Dann ist es wichtig, dass mein Anliegen und meine Körpersprache übereinstimmen. Ob eine Kommunikation gelungen ist oder nicht, das liegt ist zu einem großen Teil in meiner Verantwortung.

Die „Gewaltfreie Kommunikation“
Die „Gewaltfreie Kommunikation“ geht noch ein Schritt weiter. Eine der Thesen ihres Begründers Marshall Rosenberg ist, dass nicht nur die Art und Weise, wie ich spreche und welche Worte ich wähle, Kommunikation beeinflusst, sondern auch die innere Haltung mir selbst und anderen gegenüber. Wichtig ist, dass ich meine wahren Bedürfnisse wahrnehmen kann und meinem Gegenüber zubillige, dass er ebenfalls Bedürfnisse hat. Ich kann mich in mich selbst einfühlen und gleichzeitig meinen Kommunikationspartner wahrnehmen. Ein innerer Wert der gewaltfreien Kommunikation ist, dass ich mich und andere zutiefst würdige und respektiere.

Damit passen die Grundannahmen der „Gewaltfreien Kommunikation“ zu den Grundannahmen des Yogas. Das bekannte Yoga – Mantra „Sat Nam“ bedeutet „Wahres Selbst“ und impliziert, dass in jedem Wesen dieses „Wahre Selbst“ existiert…. Ahimsa (wörtlich das Nicht-Verletzen) bedeutet Gewaltlosigkeit – und ist eines der wichtigsten Prinzipien im Hinduismus, Buddhismus und im Yoga. Ahimsa ist eine Verhaltensregel, die das Töten oder Verletzen von Lebewesen untersagt bzw. auf ein unumgängliches Minimum beschränkt. Denn jeder Akt von Gewalt erzeugt schlechtes Karma (Auswirkung, Tat). Der Täter schneidet sich letztendlich ins eigene Fleisch.

Meditation für Liebe zum Selbst (um Selbsthass zu überwinden)
Zum Thema Kommunikation haben wir die Meditation für Liebe zum Selbst ausgesucht. Denn Empathie sich selbst gegenüber (und daraus resultierend das Mitgefühl mit anderen) ist eine der Grundvoraussetzungen für gelungene Kommunikation. Sehr schön an dieser Meditation ist die Konzentration auf ein besonderes Atemmuster: Dein Atem begleitet alle deine emotionalen Zustände und vielleicht kann ein ruhiger Atem dich mit dem verbinden, was du wirklich bist und dir so die Kraft schenken zu verstehen, dass ein anderer genau so ein Lebens- und Kommunikationsrecht hat wie du…

Körperhaltung
Du befindest dich Schneidersitz. Du kannst diese Meditation natürlich auch gerne auf einem Stuhl sitzend ausführen. Wichtig ist: Richte deine Wirbelsäule gerade auf, hebe die Brust und ziehe dein Kinn sanft in Richtung deines Halses.
Und halte diese Position während der gesamten Dauer der Meditation.

Arm- und Handhaltung
Deine Oberarme ruhen entspannt seitlich deines Brustkorbes. Hebe die Unterarme bis in Höhe deines Herzzentrums (Mitte der Brust).
Balle deine Hände zu Fäusten, nur die Daumen zeigen nach oben in Richtung Himmel. Fäuste und Daumen berühren sich. Die Handinnenflächen sind zueinander hin gerichtet. Der Oberkörper wird während der gesamten Dauer der Meditation ganz ruhig gehalten.

Augenhaltung
Wenn du Meditationsanfänger(in) bist, dann schließt du deine Augen und schaust nach innen. Wenn du schon einige Erfahrungen mit dem Meditieren gesammelt hast, dann konzentrierst du deine Augen auf deine Nasenspitze. Die Augen sind in diesem Falle ein Zehntel geöffnet.

Atem
1. Einatmen durch die Nase. 2. Vollständig und tief durch den Mund ausatmen. 3. Ruhig und tief durch den Mund einatmen. 4. Ausatmen durch die Nase. Lausche deinem Atem. Wenn du magst, dann kannst du dabei eine schöne, leise Mantramusik hören: Der Track Suni–ai von
Snatam Kaur eignet sich bestens hierfür (erschienen auf ihrem Album Shanti).

Zeit
Fahre für drei Minuten mit der Meditation und diesem Atemmuster fort. Du kannst du Meditationszeit schrittweise auf elf Minuten erhöhen. Du kannst diese Meditation täglich ausüben.

Abschluss der Meditation
Atme ein und strecke die Arme über den Kopf aus. Halte diese Position, während du drei tiefe Atemzüge nimmst. Dann entspanne die Haltung.

Kommentar
Es gibt keine Feinde, es gibt nur Herausforderungen an unseren Einfallsreichtum. Letztendlich sitzt der größte Feind innen. Wenn Menschen sich nicht selbst akzeptieren, dann entsteht Selbsthass. Man steht dann seinem eigenen Erfolg im Wege, weil man positive Bestätigungen nicht ertragen kann. Diese Meditation kann dich mit deinem tiefsten Selbst, mit deinem Kern, verbinden…

Außerdem:
Ein spannendes Projekt der gewaltfreien Kommunikation, bei dem das grüne Band einmal von Süd- bis Norddeutschland durchwandert wird, gibt es hier.
Mehr zum Thema Kommunikation von Spirit Voyage findet ihr hier.

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Bettina Sat Hari Kaur Stülpnagel – Pomarius ist ausgebildete Schauspielerin und Kundalini Yoga Lehrerin. Sie hat 10 Jahre in dem Guru Ram Das Ashram in Hamburg gelebt und dort ihre Yogaausbildung absolviert. Außerdem hat sie über viele Jahre hinweg den Yoga direkt bei ihrem spirituellen Lehrer Yogi Bhajan gelernt. Sie ist eine der leitenden Trainerinnen in den 3H0 Fachausbildungen zur Yogalehrerin für Schwangere in Hamburg, Berlin und in Mülheim (in Aufbau) . Sie ist geprüfte Heilpraktikerin, Hypnosetherapeutin und NLP – Lehrtrainerin. Sat Hari Kaur hat drei Bücher rund um Yogathemen geschrieben, die bei Rowohlt und im Herder – Verlag erschienen sind. Außerdem hat sie verschiedene Artikel für Yogamagazine und medizinische Fachzeitschriften zu Papier gebracht. Über mehrere Jahre hinweg hat sie Yogaserien für die Frauenzeitschrift „Für Sie“ entwickelt. Sat Hari Kaurs Aufgabe bei Spirit Voyage Deutschland ist die Leitung der Redaktion des Blogs.

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